**Vergleich von Anbietern für Adult Webhosting**
Das Hosten von Adult-Websites ist auf eine besondere Art und Weise… anders. Das liegt nicht daran, dass es technisch kompliziert wäre, sondern weil man plötzlich mit Themen konfrontiert wird, die bei „normalen“ Projekten kaum eine Rolle spielen.
Da gibt es Zahlungsanbieter, die bei bestimmten Begriffen nervös werden, und Hoster, die in ihren AGB so unklar formulieren, dass einem beim Lesen schon mulmig wird. Und dann gibt es noch die Klassiker wie DMCA-Beschwerden, Abuse-Tickets, Uptime, Performance und Backups. Alles bleibt wie gewohnt, nur mit mehr Risiko, mehr „bitte sofort reagieren“ und mehr potenziellen Sperren.
In den letzten Jahren habe ich immer wieder Adult-Projekte gesehen, die unnötig gescheitert sind. Nicht, weil der Inhalt schlecht war, sondern weil das Hosting nicht passte.
Hier ist also ein Vergleich, so wie ich ihn mir wünschen würde, falls ich heute nochmal von vorne anfangen müsste.
**Was ist „Adult Webhosting“ überhaupt?**
Viele denken dabei an „Hoster, die Pornografie erlauben“. Das stimmt zwar zum Teil, aber in der Praxis geht es eher um:
– **Klarheit in den AGB:** Ist Adult-Content klar erlaubt oder wird er nur toleriert, bis jemand sich beschwert?
– **Umgang mit Beschwerden:** Wie gehen sie mit Beschwerden um? Wie schnell eskalieren sie, sperren sie direkt?
– **Privatsphäre und Daten:** Wie viel wollen sie von dir wissen? Welche Protokolle gibt es und wie transparent sind sie?
– **Serverstandort:** Rechtliche Rahmenbedingungen, DMCA-Dynamik, Datenschutz und auch Latenz.
– **Performance:** Adult-Seiten haben oft mehr Medienlast als ein klassischer Blog.
– **Zahlungsabwicklung:** Nicht direkt Hosting, aber wichtig für die Seriosität und Stabilität des Anbieters.
– **CDN und DDoS-Schutz:** Besonders wichtig, wenn du mehr Sichtbarkeit erlangst.
Und noch etwas: Adult ist nicht gleich Adult. Ein erotischer Blog mit Selfies ist etwas anderes als eine Tube-Seite mit Video-Streaming oder ein Shop mit digitalen Downloads. Das bestimmt, was du brauchst.
**Die wichtigsten Kriterien im Vergleich (damit du nicht blind nach dem Preis gehst)**
1. **Adult-Policy:** Klar erlaubt schlägt „wird schon gehen“.
Wenn der Anbieter keine klare Aussage trifft, kann das zwei Dinge bedeuten: Entweder haben sie es nie ernsthaft geprüft oder sie wollen sich eine Hintertür offenhalten. Achte auf Formulierungen wie „Adult-Content ist erlaubt“ und klare Grenzen (kein nicht einvernehmlicher Inhalt, keine Minderjährigen, keine illegalen Inhalte).
2. **Medienperformance und Bandbreite:**
Adult-Projekte sind oft bild- und videolastig. Du willst schnelle SSD/NVMe, genug CPU und RAM sowie eine gute Anbindung. Idealerweise ein CDN für statische Assets.
3. **DMCA, Abuse, Takedowns:**
Ein guter Anbieter reagiert vorhersehbar und professionell auf Beschwerden. Du solltest wissen, wie du über Abuse-Tickets informiert wirst und welche Reaktionszeiten gelten.
4. **Zahlung, Vertrag, Identität:**
Manche Anbieter verlangen Identitätsnachweise, andere akzeptieren Kryptowährungen oder Kreditkarten. Wenn du anonym bleiben möchtest, solltest du das vorher planen.
5. **Support-Qualität:**
Bei Adult-Projekten ist Support nicht „nice to have“. Wenn du nachts gesperrt wirst, möchtest du jemanden erreichen können.
**Die Anbieter im Vergleich (mit ehrlichem Blick)**
Ich teile dies grob in zwei Gruppen auf:
1. Mainstream-Hosting, das Adult erlaubt (oft stabil für langfristige Projekte).
2. Offshore/„Adult-friendly“ Spezialisten (mehr Toleranz, manchmal mehr Risiko oder weniger Komfort).
**1. Hetzner (DE)** – Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber du brauchst saubere Inhalte.
– **Für wen:** Adult-Blogs, Communities, Shops.
– **Stärken:** Preis, Performance, Infrastruktur.
– **Schwächen:** Klare Rechtslage in Deutschland.
**2. OVHcloud (EU)** – Gut bei DDoS, breite Produktpalette, manchmal etwas sperrig.
– **Für wen:** Projekte mit höherem Risiko von DDoS.
– **Stärken:** DDoS-Minderung, skalierbare Infrastruktur.
– **Schwächen:** Support kann variieren.
**3. VPS bei Netcup (DE)** – Günstig, ordentlich, nicht die erste Wahl für große Medienprojekte.
– **Für wen:** Kleinere Adult-Seiten, WordPress-Projekte.
– **Stärken:** Preis, deutsche Zuverlässigkeit.
– **Schwächen:** Nicht für massive Bandbreite geeignet.
**4. Hostinger (EU)** – Komfortabel, günstig, eher Mainstream.
– **Für wen:** Anfänger, die schnell online gehen wollen.
– **Stärken:** Einfache Bedienung, gute Einstiegspläne.
– **Schwächen:** Hängt stark vom Inhalt ab.
**5. Cloudflare (kein Hoster, aber wichtig für Adult-Seiten)**
Cloudflare kann oft den Unterschied zwischen „läuft“ und „ich werde jede Woche genervt“ ausmachen.
**6. DigitalOcean (US)** – Super Entwicklerfreundlich, aber US-Rechtsrahmen ist ein Faktor.
– **Für wen:** Tech-Teams, saubere Adult-Businesses.
– **Stärken:** Gutes Entwickler-Ökosystem.
– **Schwächen:** US-Rechtsrahmen, Compliance.
**7. AWS / Google Cloud / Azure** – Mächtig, teuer und manchmal nicht freundlich.
– **Für wen:** Sehr große Plattformen, Enterprise.
– **Stärken:** Alles ist möglich, Skalierung.
– **Schwächen:** Kosten können explodieren.
**8. Offshore Adult-friendly Hosting** – Mehr Toleranz, aber prüfe die Seriosität.
– **Für wen:** Projekte, die mehr Beschwerden erwarten.
– **Stärken:** Oft toleranter.
– **Schwächen:** Support kann schwach sein.
Ich hoffe, dass dir dieser Vergleich hilft, die beste Wahl für dein Projekt zu treffen! Wenn du noch weitere Fragen hast oder eine spezifische Empfehlung möchtest, lass es mich wissen!
